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Turmuhr

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Mechanisches Uhrwerk
Dieses Uhrwerk versah seinen Dienst in der Hl.-Kreuz-Kirche von 1895 bis zum Jahre 1987. Es befand sich im Turm unterhalb der Glockenstube und trieb die Zeiger über eine Kreuzgelenkwelle an. Das Viertel- und Stundenschlagwerk wurde mittels Seilzug ebenfalls vom Uhrwerk gesteuert. Diese Bauart nennt man auch “Turmuhr im Tiefbau”.


Gebaut wurde dieses Uhrwerk vom Turmuhrenfabrikanten A. Müller aus Leipzig, der zum Beispiel die Turmuhren der Kirchgemeinden von Schönefeld, Paunsdorf, Wahren, Altenbach und Markleeberg-Großstädteln anfertigte bzw. die dort vorhandenen umbaute.


Durch den Tod von A. Müller konnte das Uhrwerk nicht mehr rechtzeitig zum Kirchweihfest am 31.10.1894 in Betrieb genommen werden. Sein Sohn Bernhard Müller vollendete den Bau und übergab die Uhr am 8.2.1895 in den Dienst der Gemeinde. Der damalige Preis betrug 1625,- Reichsmark. Als sogenannte öffentliche Uhr beteiligte sich [bis 1950] der Rat der Stadt Leipzig an den Reparatur- und Betriebskosten.


1916 wurde erstmals die Sommerzeit in Deutschland eingeführt.


1917 beschließt der Rat der Stadt Leipzig, aufgrund des Energiemangels während des 1. Weltkrieges, die Gasbeleuchtung der Zifferblätter bis auf weiteres einzustellen.


1926 wird die Beleuchtung der Zifferblätter von Gas auf elektrischen Betrieb umgestellt.


Im Jahre 1944 wurden bei einem Luftangriff die beleuchteten Glaszifferblätter zerstört und 1950 durch Stahlzifferblätter ersetzt.


Seit dem 13.12.1987 steuert ein quarzgenauer Minutenimpulsgeber ein elektrisches Motorlaufwerk welches wiederum die Zeigerpaare bewegt. Dieses Gerät wurde vom VEB Spezialuhren Leipzig zu einem Preis von 15.549,63 Mark geliefert und montiert. Es ist vollelektronisch aufgebaut und ersetzt mit seiner Funktion die
mechanische Hauptuhr.

Thomas Hilpert, Juni 1996
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