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Geschichte der Heilig-Kreuz-Kirche

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Das Lesepult zeigt im oberen Teil der Bogenfelder die Symbole von drei Evangelisten als Reliefs: den Stier für Lukas, den Engel mit gefalteten Händen für Matthäus und den Löwen für Markus. Als Pulthalter diente ein steinerner Adler, das Symbol für den vierten Evangelisten Johannes. Leider ging der Adler bei Bauarbeiten in den sechziger Jahren verloren. Die ursprünglich farbigen, nach Kartons von Anton Dietrich (Leipzig) durch Glasmaler Bruno Urban (Dresden) hergestellten Altarfenster wurden bei Bombenangriffen im 2.Weltkrieg zerstört und später durch einfache farbige Glasfenster ersetzt.

 

Der links im Altarraum hängende Wandteppich wurde 1894 vom „Jungfrauenverein Leipzig-Neuschönefeld“ angefertigt. Sein Muster lehnt sich an die ursprüngliche Ausmalung des Altarraumes an. Herr Willli Ader, der diesen Teppich auf einem Flohmarkt in Mohnheim erworben hatte, schenkte diesen Teppich unserer Gemeinde.

 

Eule-Orgel

Die Orgel wurde 1894 als opus 62 von dem Bautzener Orgelbaumeister Hermann Eule mit 32 Registern auf 2 Manualen und Pedal erbaut. Als Besonderheit ist zu erwähnen, daß die Orgel zwar noch über mechanische Tastentraktur verfügt, jedoch schon mit pneumatischer Registratur ausgerüstet ist. Die Eule-Orgel ist eine der großen romantischen Orgeln der Stadt und die einzige noch spielbare Kegelladenorgel Leipzigs. Besonders angenehm ist die gelungene akustische Einbindung der Orgel in den Kirchenraum, denn Kirche und Orgel stammen aus der gleichen Zeit - und das wiederum ist eine Seltenheit in Leipzig. Meist sind die Orgeln aufgrund ihrer technischen Kompliziertheit und ihrer leichteren Angreifbarkeit bei wechselnden Moden anfälliger für Veränderungen als die Kirchenbauten. So ist dann auch die Eule-Orgel nicht ganz original erhalten. In den Jahren 1937-38 und 1951 wurde sie von Hans Eule leicht umdisponiert im Sinne des nun gewandelten Zeitgeschmacks. Das bedeutete, daß Register mit romantischer Klangfarbe gegen solche mit neubarockem Charakter ausgetauscht wurden. Jedoch sind die Veränderungen geringfügig gewesen und haben das Instrument nicht wesentlich verändert, so daß der romantische Charakter erhalten blieb. --> eine detaillierte Beschreibung über unsere Orgel finden Sie unter Orgel

 

Unter dem Altarraum befindet sich die Unterkirche oder Krypta. In Vorbereitung auf den Leipziger Kirchentag 1997 konnte die Krypta mit neuem Wandputz und Fußbodenfliesen versehen werden und präsentiert sich nun als heller und freundlicher Raum. Zwischen Epiphanias und Palmarum dient die Krypta als Winterkirche. Sie ist außerdem der Ort für größere Gemeindeveranstaltungen und beherbergt zweimal wöchentlich die Soziale Jugendarbeit, deren Gäste dort vor allem Tischtennis spielen. In der Brauthalle, dem ursprünglichen Haupteingang der Kirche, wurde das alte mechanische Uhrwerk aufgestellt. Dieses Uhrwerk versah seinen Dienst in der Heilig-Kreuz-Kirche von 1895 bis zum Jahre 1987. Es befand sich im Turm unterhalb der Glockenstube und trieb die Zeiger über eine Kreuzgelenkwelle an. Das Viertel- und Stundenschlagwerk wurde mittels Seilzug ebenfalls vom Uhrwerk gesteuert. Diese Bauart nennt man auch “Turmuhr im Tiefbau”. 1987 wurde das Werk durch eine quarzgesteuerte elektrische Uhr ersetzt.

 

 

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